Seit dem 17. Jhdt. haben sich viele Töpfermeister in der Stadt versammelt. 1780 gab es an die 50, von denen nach 160 Jahren nur mehr 7 übrig waren. Nach ihnen wurde die „Töpfer Straße“ benannt, die heute noch existiert. Die Zusammensetzung des Tons sowie die Verarbeitungstechnik unterschieden sich kaum von denen anderer Gebiete des Landes. Teils ist die Keramik emailliert. Die Verzierungen bestehen aus geometrische Figuren und floralen Elementen gleichermaßen. Daniel Les führt die heute wohl bekannteste Töpferwerkstatt Rumäniens, der mit seinem Talent und seinem Fleiß In- und Ausland fasziniert.
Geboren wurde er 1972; schon der Vater Ioan Les war Maler und Töpfer. Bereits mit 5 Jahren hat Daniel viel Zeit in der väterlichen Werkstatt verbracht und erste Einblicke und Erfahrungen sammeln können. Aus dieser wunderbaren Kombination von Malerei und Töpferei entstand die begehrte Keramik Daniel Les‘.
Seit Anfang 1997 wurden viele Museen auf der ganzen Welt auf ihn aufmerksam, lobten ihn für die Originalität seiner Werke und luden ihn zu Ausstallungen ein. Seit 2000 gilt er als der Gründer der Kunstlinie im traditionellen Modellieren. 2005 eröffnete Daniel Les das Gasthaus „Zur Töpferwerkstatt“, in welchem Besucher von nah und fern in rustikalen Zimmern übernachten, verschiedene Keramik kaufen sowie dem Meister bei der Arbeit über die Schulter schauen können. Außerdem bietet er Töpferkurse an. Zu Abend gibt traditionelle Speisen der einfachen Leute (Gulasch, Sarmale – Fleisch in Kohlblätter gehüllt) bei Kerzenschein in uriger Atmosphäre und Geschichten aus alten Zeiten werden erzählt.
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